Durchspielen

23.02.2009

Das Durchspielen auf dem Golfplatz gehört zu den schwierigsten Bestandteilen im Golf. Dies liegt zum einen an der verbreiteten Vorstellung, wenn man durchspielen lässt wäre dies das Schuldeingeständnis einer „langsamen Spielweise“. Und selbst wenn dies zutreffend wäre – wer würde das freiwillig zugeben?
Betrachtet man es aus einem anderem Blickwinkel könnte es aber auch sein, das sich der nachfolgende Flight des „schnellen Spiels“ schuldig gemacht hat.

Jede Spielgruppe hat ein normales Spieltempo, das sich aus der Zahl der Spieler, der Schlagzahl pro Runde, der Länge des Platzes und natürlich auch der Geschwindigkeit zusammensetzt, mit der man über den Platz geht und seine Schläge ausführt.
Die Etikette, also die Umgangsformen beim Golf, legen nahe, das jedem ermöglicht werden sollte, seine Golfrunde ohne unnötige Wartezeit in einem angemessenen Tempo zu spielen. Wir alle spielen unser bestes Golf, wenn wir es in unserem Rhythmus und ohne Druck spielen. Leider ist dies gerade bei einer starken Frequentierung der Anlage nicht ohne weiteres möglich.

 

Was kann man da tun?

1. Durch allgemeine Regeln für den Spielbetrieb versuchen Golfclub und Betreibergesellschaft eine möglichst homogene Spielgeschwindigkeit der Flights an besonders stark frequentierten Tagen schon vor dem Start zu erreichen.

2. Auf der Runde ist es Aufgabe jedes Flights den Anschluß an der vorausgehenden Flight zu halten. Denken sie immer daran: ihr Platz ist hinter dem vorausgehenden Flight und nicht vor dem nachfolgenden Flight.
Kann ein Flight den Anschluß nicht halten, egal aus welchem Grund, gebieten die Etikette, nachfolgende Flights durchspielen zu lassen.

3. Die Spielgeschwindigkeit und die Einhaltung der Etikette werden von der Betreibergesellschaft verstärk überprüft.

Was ist beim Durchspielen zu beachten?

Wer durchspielen möchte und eine passende Gelegenheit findet, den Flight vor sich darauf anzusprechen, sollte dies auf höfliche Art und Weise tun. Es versteht sich von selbst, dass aggressives Aufspielen auf den vorausgehenden Flight und unfreundliches Verhalten nicht dazu beiträgt, einen Flight zum Durchspielen zu bewegen. Seien sie sich sicher, dass genug Platz vorhanden ist bevor sie einen Flight ansprechen. Ist eine andere Gruppe von Spielern unmittelbar vor dem Flight den sie fragen wollen, wird dieser naturgemäß ablehnen und darüber verärgert sein, dass sie ihn gestört haben.
Denken sie immer daran: Es gibt kein „Recht“ auf Durchspielen (aber auch keine Rechtfertigung, nicht durchspielen zu lassen)! Es ist eine Frage der Etikette und der Umgangsformen.

Wenn man beginnt, den Anschluss zu verlieren und nicht wieder herstellen kann, sollte man aufmerksam für seinen Folgeflight werden. Sobald mehr als ein Loch Abstand zwischen Ihnen und dem Flight vor Ihnen besteht und sie der Meinung sind, der Flight hinter ihnen möchte vielleicht durchspielen, laden sie ihn mit einer deutlichen Armbewegung dazu ein. (Wenn er dies nicht möchte, wird er ihnen dies signalisieren)
Aber auch wenn sie nach einem Ball suchen müssen und es ist Platz vor ihnen und ein anderer Flight hinter ihnen und bereit zu spielen; lassen sie die Spieler ihre Schläge machen bevor sie den Bereich erreichen, wo sie ihren Ball vermuten und mit der Suche beginnen. Ist die Gruppe hinter ihnen noch nicht in Sicht, lassen sie ihr Bag auf dem Fairway, so dass es vom Abschlag gesehen werden kann. Achten sie während der Suche darauf, ob der Flight hinter ihnen auf dem Tee zum Abschlag bereit ist. Die maximale Suchzeit beträgt 5 Minuten, beginnend mit dem Moment an dem sie an der mutmaßlichen Stelle eintreffen. Nach diesen 5 Minuten ist der Ball in jedem Fall verloren! Suchen sie keinesfalls weiter und setzen sie ihr Spiel fort. Sollten sie ausnahmsweise keinen provisorischen Ball gespielt haben und zurück müssen, um einen neuen Ball ins Spiel zu bringen, winken sie den wartenden Flight durch. Gehen sie vorsichtig zu dem Platz zurückk von wo sie ihren Schlag ausgeführt haben während der nächste Flight durchspielt. Bitte denken sie bei Stableford-Wettspielen auch immer daran, ob sie mit „Strafschlag und Distanzverlust“ noch einen Punkt erzielen können.

Wann lässt man am besten Durchspielen?

Es ist besonders günstig, wenn sie auf oder nahe am Grün sind. Winken sie dem Flight, treten sie zu Seite und lassen sie die Spieler das Grün anspielen. Lassen sie den Flight dann das Loch beenden bevor sie selbst einlochen, um dem Flight die Zeit zu geben am nächsten Loch abzuschlagen.
Sie können eine Gruppe auch sehr gut nach ihrem Abschlag zum Durchspielen einladen: Spielen sie ihre Abschläge, gehen sie zu ihren Bällen, treten sie zur Seite und winken sie dem Flight hinter ihnen abzuschlagen. Während dieser Flight zu seinen Bällen läuft können sie ihre zweiten Schläge machen. Danach können sie auf die nächsten Schläge des durchspielenden Flights warten und ihm langsam in Richtung Grün folgen (dies hält die Landezone für Abschläge frei falls sich ein weiterer Flight hinter diesem befindet, außerdem müssen sie nicht herumstehen und warten).
Seien sie höflich und schnell wenn sie beim durchspielen ihre Schläge machen. Wenn sie schlechte Schläge machen (was oft vorkommt weil beim Durchspielen extra Druck aufkommt), spielen sie einen provisorischen Ball und, wenn sie nach ihrem Ball suchen müssen, geben sie dem anderen Flight ein Zeichen sein Spiel fortzusetzen.

Beim Durchspielen ist immer Druck und Spannung auf beiden Seiten, aber sie sollten bedenken, dass es am Ende gewöhnlich beide Flights profitieren. Der Flight der durchspielen lässt empfindet keinen Druck mehr und der durchspielende Flight kann sein Spiel ohne Wartezeit bei jedem Schlag fortsetzen.
Und wenn man richtig durchspielen lässt, kann dies fast ohne Verzögerung erfolgen.

Übrigens: die besten Gelegenheiten zum Durchspielen für schnellere Gruppen, ohne die normale Spielgeschwindigkeit zu beeinflussen, bietet sich an Par 3’s und Par 5’s.

H. Jürgs

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News

Wettspielkalender 2012

16.02.2012

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Der Wettspielkalender für 2012 steht fest.

Auch in diesem Jahr stellen wir die Termine des Wettspielkalenders (zusätzlich zur gedruckten Version, die in ca 14 Tagen vorliegen wird) wieder als PDF zum Download sowie zum Import für Outlook zur Verfügung.

Die Termine in den pst-Importdateien sind alle den Kategorien "Golf" und "Wettspielkalender_2012" zugeordnet.

In der Anlage findet sich eine bebilderte Anleitung mit zwei Alternativen für den Outlook-Import sowie eine PST-Datei für Outlook ab 2003 und eine PST-Datei für Outlook 97-2002

Vor dem Import muß die jeweilige pst-Datei heruntergeladen und lokal gespeichert werden.
Dazu bitte über das Kontextmenü (rechte Maustaste) auf den Link klicken und die Datei über "Ziel speichern unter..." lokal speichern.

H. Jürgs


Anleitung für den Import in Outlook

Spielausschuss

Was ist ein Spielausschuss?tl_files/Bilder/Spielausschuss/VS_2012.jpg

Die Pflicht zur Einrichtung eines Spielausschuss besteht für jedes ordentliche Mitglied des DGV und ist in den Aufnahme- und Mitgliedschaftsrichtlinien (AMR) des Deutschen Golf Verbandes e.V., Ziffer 1.5, festgehalten.
Danach hat der Spielausschuss die Aufgabe, die dem Club in der Verbandsordnung des DGV zugewiesenen Rechte und Pflichten rechtlich und tatsächlich zu erfüllen.

Der Spielausschuss des GC Grevenmühle besteht aus folgenden Personen:
- Holger Jürgs
- Horst Baust
- Astrid Dreesen
- Hilde Greiwe
- Frank Ridder
- Horst Strack
- Jürgen Swillims
- Andreas Knocke
- Martina Faeser
- Gerd Petzold
- Arnd Breuer
- Heiko Schulze

Aufgaben

Der Spielausschuss ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahreswettspielkalenders und die Durchführung eines, den Golfregeln entsprechenden Wettspielbetriebs (Korrekte und vollständige Ausschreibung, Wettspielordnung, Feststellung der Vorgabenwirksamkeit, etc).
Darüber hinaus ist der Spielausschuss "Spielleitung für den allgemeinen Spielbetrieb", d.h. Spielleitung außerhalb von Wettspielen.
Die Aufgaben des Spielausschuss als Spielleitung für den allgemeinen Spielbetrieb ergeben sich aus den Golfregeln (siehe auch Stichwort "Spielleitung" des Systematischen Registers und des Anhangs der Golfregeln).

Eine Spielleitung darf Platzregeln für außergewöhnliche Umstände erlassen (siehe Regel 33-8 der Golfregeln). Der Spielausschuss hat zudem eine allgemeine Wettspielordnung (Rahmenausschreibung) erstellt, die allgemeine Regelungen zum Spielbetrieb enthält (siehe Aushang im Clubhaus).
Der Spielausschuss entscheidet als Spielleitung in Privatspielen (einschließlich Extra Day Scores). Dadurch ist sichergestellt, dass immer dann, wenn nach Golfregeln gespielt wird (also auch außerhalb von Wettspielen), Regelentscheidungen getroffen und Auskünfte gegeben werden können.
Jeder Spieler hat Anspruch auf Entscheidung, sofern das Spiel nach den Golfregeln ausgetragen wird. Ist kein Mitglied des Spielausschusses anwesend, sind die jeweils ohne erheblichen Verzug erreichbaren Ausschussmitglieder verantwortlich. In Wettspielen dagegen entscheidet jeweils die dafür verantwortliche und spezielle eingesetzte Spielleitung (siehe Ausschreibung bzw. Aushang am Wettspieltag) über die auftretenden Regelfragen endgültig.

H. Jürgs

Dokumente und Veröffentlichungen