Zusätzliche Spielmöglichkeiten in der Grevenmühle

02.02.2011

Seit Anfang 2011 steht Ihnen eine zusätzliche Spielmöglichkeit zur Verfügung. Das Spiel auf unserem Platz wird damit noch interessanter und abwechslungsreicher.

Für unsere Platz wurden zusätzlich zu den bestehenden Abschlägen zwei weitere Abschläge geratet:
- Rot für Herren
- Blau für Damen

Wie kann das sein?

Der DGV hat die klassische Unterscheidung nach "Herrenabschlägen" und "Damenabschlägen" aufgegeben. Es gibt nur noch eine Unterteilung nach vorderen, mittleren und hinteren Abschlägen:

Abschlag

Farbe

Rating möglich für

Im GC Grevenmühle

Vordere Abschläge

orange

Damen / Herren

Damen

Vordere Standardabschläge

rot

Damen / Herren

Damen und Herren

Mittlere Abschläge

blau

Damen / Herren

Damen und Herren

Hintere Standardabschläge

gelb

Damen / Herren

Herren

Hintere Abschläge

weiß

Herren

-

Was ist eigentlich das "Rating"?

Das Rating bewertet einen Golfplatz hinsichtlich seiner Schwierigkeit für einen "Scratch-Golfer" (Amateur mit HCP 0) und einen Bogey-Golfer. Dieses Bewertungsverfahren wurde von der USGA entwickelt und basiert auf

  • einer umfassenden Analyse der Schläge von Scratch- und Bogey-Spielern beiderlei Geschlechts nach Länge und Genauigkeit
  • einem Bewertungsansatz inwieweit Erschwernisse auf einer Spielbahn unter Berücksichtigung der Schlagmuster für die jeweilige Spielerkategorie ins Spiel kommen
  • der Bewertung von Faktoren, die dazu führen, dass sich ein Platz wesentlich länger oder kürzer spielt, als es seiner vermessenen Länge entspricht
  • der Ermittlung von mathematischen Abhängigkeiten zwischen Course-Rating (Schlagzahl des Scratch-Spielers), Bogey-Rating (Schlagzahl des Bogey-Spielers) und Slope Rating.

Für einen Scratch-Golfer werden dabei die folgenden Schlaglängen verwendet:
Abschlag durchschnittlich 229m, erreicht das Grün einer Spielbahn von 430m mit zwei Schlägen. Die Scratch-Golferin hat einen durchschnittlichen Abschlag von 192m und erreicht das Grün einer Spielbahn von 366m mit zwei Schlägen.

Davon ausgehend wird ein Course-Rating (CR) berechnet, dass die Spielschwierigkeit des Platzes unter normalen Platz- und Witterungsbedingungen angibt. Dazu wird eine "effektive Spiellänge" ermittelt die ausgehend von der vermessenen Länge auch das Ausrollen der Bälle, Höhenunterschiede zwischen Abschlag und Grün, Erzwungenes Vorlegen durch Hindernisse oder Doglegs, den vorherrschenden Wind und die Höhe des Platzes über dem Meer berücksichtigt.  Hinzu kommt eine weitere Anpassung aufgrund der folgenden 10 Erschwernisfaktoren, die abhängig von den Schlaglängen der Golfer je Spielbahn bewertet und in Schlagzahlen (sowohl positiv wie negativ) umgerechnet werden

  • Geländebeschaffenheit (Standposition)
  • effektive Fairwaybreite
  • Grünanspiel (Größe, Form, Wellen) im Verhältnis zur Länge des Annäherungsschlags
  • Schwierigkeit von Rettungsschlägen rund um Landezone und Grün
  • Bunker in Landezone und um das Grün
  • Aus und extremes Rough
  • Wasserhindernisse in Landezone und um das Grün
  • strategisch platzierte Bäume und Befreiungsmöglichkeit
  • Grünkontouren und -geschwindigkeit
  • psychologische Wirkung von Erschwernissen im Zielbereich

Das Course-Rating wird dann aus der effektiven Länge und den Erschwernisfaktoren über eine Formel in Schlägen auf eine Stelle hinter dem Komma ausgedrückt. Ein Unterschied von ca. 20m (16m für Damen) macht dabei bereits 0,1 Schläge aus.

Analog wird ein Bogey-Rating berechnet. Dabei wird eine durchschnittliche Abschlaglänge von 183m für Herren (HCP 17,5-22,4) und 137m für Damen (HCP 21,5-26,4) zugrunde gelegt.
Der Bogey-Golfer erreicht eine Bahn von 338m mit zwei Schlägen, für die Bogey-Golferin sind es 256m.

Aus der Differenz zwischen Course-Rating und Bogey-Rating (multipliziert mit 5,381 für Herren bzw. 4,24 für Damen) ergibt sich das Slope-Rating. Das Slope-Rating kann zwischen 55 und 155 liegen und sagt nur etwas über den relativen Unterschied von Course-Rating zu Bogey-Rating aus. Das Slope-Rating ist mathematisch betrachtet die Steigung, mit der bei zunehmendem HCP die Vorgaben ansteigen. Es sagt nichts über die grundlegende Schwierigkeit eines Platzes aus.

Die folgende Grafik verdeutlicht den Zusammenhabg zwischen Course-Rating und Bogey-Rating sowie Slope

Slope

Quelle: Spiel und Wettspielhandbuch 2007-2010, Seite 211

Mit dem Rating eines Platzes kann nun für jeden Spieler eine individuelle Spielvorgabe errechnet werden, welche den Besonderheiten des Platzes von diesem Abschlag Rechnung trägt.

Die Formel dazu lautet: DGV-Spielvorgabe = DGV-Stammvorgabe x Slope / 113 – CR-Wert + PAR

Wozu der ganze Aufwand?

Während die meisten Sportarten auf Basis absoluter Ergebnisse werten wird im Amateurgolf beim Netto-Spiel das relative Ergebniss verglichen. Relativ deshalb, weil einem Spieler entsprechend seiner spielerischen Möglichkeiten eine bestimmte Anzahl von Schlägen (Vorgabe) gewährt werden, die er zusätzlich (im Vergleich zu einem Spitzenspieler) machen darf.

Durch dieses System ist es möglich sich im Netto jederzeit mit Spielern unterschiedlicher Spielstärken fair zu messen.
Denken sie zum Vergleich an ein Tennismatch gegen Boris Becker oder ein Slalomlauf gegen Felix Neureuther – der Wettkampf wäre weder spannend noch interessant oder gar fair.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Vorgabe die besonderen Schwierigkeiten eines Platzes berücksichtigt und das HCP eines Spielers dessen aktueller Spielstärke entspricht. Um dies zu gewährleisten wird der Aufwand des Ratings bertrieben.

Welcher Abschlag ist nun einfacher?

Nach dieser Erläuterung wird klarer, dass sich von jedem Abschlag eigentlich ein anderer "Platz" spielt. Es kommen andere Hindernisse ins Spiel, die Landezonen sind anders und die Strategie und Schlägerwahl verändern sich. Daraus resultiert auch das unterschiedliche Rating für jeden Abschlag.

So gesehen ist das Spiel von allen Abschlägen des Platzes, unter Berücksichtigung der Vorgabe, eigentlich gleich schwer. Es gibt keine "leichten Abschläge".

Natürlich kommen nun noch persönliche Faktoren ins Spiel. Schlage ich eher länger oder kürzer als der "Durchschnittsgolfer"? Wie sportlich bzw. fit bin ich? (Immerhin beträgt der Längenunterschied für Herren zwischen Gelb und Rot 800m - zu laufen ca. 1,2km und für Damen zwischen Blau und Orange  600m - zu laufen ca. 800m).

Aufgrund der deutlich kürzeren Wege ist damit der Abschlag Herren-Rot insbesondere für Senioren und Spieler mit höherem HCP eine interessante Alternative. Allerdings sollte man sich von der Höhe der Vorgabe nicht täuschen lassen: Von rot hat der Platz nur noch Par 69. Drei der vier Par 5 (Loch 4, 6 und 10) sind jetzt als Par 4 zu spielen!

Umgekehrt stellt der blaue Abschlag für Damen größere Ansprüche an die Schlaglänge und ist damit eher für sportliche Damen mit niedrigem HCP zu empfehlen.

 

H. Jürgs

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News

Wettspielkalender 2012

16.02.2012

tl_files/Bilder/Clubleben/WSK.jpg

Der Wettspielkalender für 2012 steht fest.

Auch in diesem Jahr stellen wir die Termine des Wettspielkalenders (zusätzlich zur gedruckten Version, die in ca 14 Tagen vorliegen wird) wieder als PDF zum Download sowie zum Import für Outlook zur Verfügung.

Die Termine in den pst-Importdateien sind alle den Kategorien "Golf" und "Wettspielkalender_2012" zugeordnet.

In der Anlage findet sich eine bebilderte Anleitung mit zwei Alternativen für den Outlook-Import sowie eine PST-Datei für Outlook ab 2003 und eine PST-Datei für Outlook 97-2002

Vor dem Import muß die jeweilige pst-Datei heruntergeladen und lokal gespeichert werden.
Dazu bitte über das Kontextmenü (rechte Maustaste) auf den Link klicken und die Datei über "Ziel speichern unter..." lokal speichern.

H. Jürgs


Anleitung für den Import in Outlook

Spielausschuss

Was ist ein Spielausschuss?tl_files/Bilder/Spielausschuss/VS_2012.jpg

Die Pflicht zur Einrichtung eines Spielausschuss besteht für jedes ordentliche Mitglied des DGV und ist in den Aufnahme- und Mitgliedschaftsrichtlinien (AMR) des Deutschen Golf Verbandes e.V., Ziffer 1.5, festgehalten.
Danach hat der Spielausschuss die Aufgabe, die dem Club in der Verbandsordnung des DGV zugewiesenen Rechte und Pflichten rechtlich und tatsächlich zu erfüllen.

Der Spielausschuss des GC Grevenmühle besteht aus folgenden Personen:
- Holger Jürgs
- Horst Baust
- Astrid Dreesen
- Hilde Greiwe
- Frank Ridder
- Horst Strack
- Jürgen Swillims
- Andreas Knocke
- Martina Faeser
- Gerd Petzold
- Arnd Breuer
- Heiko Schulze

Aufgaben

Der Spielausschuss ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahreswettspielkalenders und die Durchführung eines, den Golfregeln entsprechenden Wettspielbetriebs (Korrekte und vollständige Ausschreibung, Wettspielordnung, Feststellung der Vorgabenwirksamkeit, etc).
Darüber hinaus ist der Spielausschuss "Spielleitung für den allgemeinen Spielbetrieb", d.h. Spielleitung außerhalb von Wettspielen.
Die Aufgaben des Spielausschuss als Spielleitung für den allgemeinen Spielbetrieb ergeben sich aus den Golfregeln (siehe auch Stichwort "Spielleitung" des Systematischen Registers und des Anhangs der Golfregeln).

Eine Spielleitung darf Platzregeln für außergewöhnliche Umstände erlassen (siehe Regel 33-8 der Golfregeln). Der Spielausschuss hat zudem eine allgemeine Wettspielordnung (Rahmenausschreibung) erstellt, die allgemeine Regelungen zum Spielbetrieb enthält (siehe Aushang im Clubhaus).
Der Spielausschuss entscheidet als Spielleitung in Privatspielen (einschließlich Extra Day Scores). Dadurch ist sichergestellt, dass immer dann, wenn nach Golfregeln gespielt wird (also auch außerhalb von Wettspielen), Regelentscheidungen getroffen und Auskünfte gegeben werden können.
Jeder Spieler hat Anspruch auf Entscheidung, sofern das Spiel nach den Golfregeln ausgetragen wird. Ist kein Mitglied des Spielausschusses anwesend, sind die jeweils ohne erheblichen Verzug erreichbaren Ausschussmitglieder verantwortlich. In Wettspielen dagegen entscheidet jeweils die dafür verantwortliche und spezielle eingesetzte Spielleitung (siehe Ausschreibung bzw. Aushang am Wettspieltag) über die auftretenden Regelfragen endgültig.

H. Jürgs

Dokumente und Veröffentlichungen